Teil 4: Mit Action durch den Kurvenflug

Wenn wir einmal gut in der Luft angekommen sind, möchten wir vielleicht die Richtung ändern und eine Kurve fliegen. Das ist gar nicht so leicht. Auch erfahrene Piloten sehen darin oft noch eine Herausforderung. Ein Kurvenflug ist sowohl mit dem Lenkrad als auch mit den Fußpedalen möglich. Mit den Fußpedalen lässt sich das Seitenruder, also ein Teil am Flugzeugschwanz, bewegen und zwar in die Richtung, in die wir fliegen möchten. Daneben kann ein Pilot aber auch das Lenkrad drehen, um eine Kurve zu fliegen. Hierbei bewegen sich die Flaps oder Querruder, also die beweglichen Teile hinten an den Tragflächen. Die Logik dahinter ist nicht schwer: Ein Kurvenflug funktioniert durch eine Schräglage in die Richtung, in die das Flugzeug fliegen soll. Um diese Schräglage zu erreichen, stellen wir die Flaps an der Seite, in die wir fliegen möchte, nach oben. Durch den geringeren Luftwiderstand kippt der Flügel hier nun nach unten. Auf der anderen Seite stellen wir die Flaps nach unten. Es entsteht ein Auftrieb und der Flügel kippt hier nach oben. Möchte man zum Beispiel eine Rechtskurve fliegen, geht der rechte Flap hoch (der rechte Flügel also runter) und der linke Flap runter (der linke Flügel also rauf).

Teil 3: Im Steigflug nach oben

Nach dem erfolgreichen Start gibt es einiges beim Flug zu beachten. Damit nichts übersehen wird, sind immer gleich zwei Piloten am Start, nämlich ein „pilot flying“, der Gas gibt und das Flugzeug lenkt, und ein „pilot not flying“, der die verschiedenen Einstellungen kontrolliert und den Funkapparat bedient. Die Einteilung ist übrigens unabhängig davon, wer Ko-Pilot ist. Wir fliegen im VFR-Flugmodus, bei dem man nach Sicht unterwegs ist. Das geht natürlich nur bei klarem Himmel und bis zu einer gewissen Höhe. Die Höhe ist aber ohnehin auf 3.500 Fuß (ca. 1067 Meter) begrenzt, weil darüber der Luftraum der Kontrollzone Frankfurt beginnt.Auf der Armatur befinden sich viele verschiedene Anzeigen und Messgeräte. – Da kann man schon einmal leicht den Überblick verlieren. Die wichtigsten Anzeigen lest ihr deshalb hier im Überblick:

Teil 2: Cleared for Take Off

Wenn am neuen Flugsimulator der „Airmanager“ gestartet wird, kann es losgehen. Mit Hilfe der originalgetreuen Software erscheint auf den Displays die Apparatur eines richtigen Cockpits. Mit ein paar Klicks legt Ausbilder Sebastian einen neuen Flug an. Dann befinden wir uns in einer Delta Golf Eco Romeo Bravo (so heißt das Flugzeug) auf der Start- und Landebahn 08 im Airport Aschaffenburg.Natürlich sollte es nicht ohne die notwendige Orientierung losgehen. Hierfür betrachten wir die Anflugkarte von Aschaffenburg. Himmelsrichtungen werden beim Fliegen in Winkelgraden angegeben. Somit liegt Norden bei 0 bzw. 360°, Osten bei 90°, Süden bei 180° und Westen entsprechend bei 270°. Flugzeuge starten und landen immer gegen den Wind, wobei wir die Information zur Windrichtung vom Controller am Flughafen erhalten.

Teil 1: Pilot werden im Flugsimulator

Wir befinden und auf der Start- und Landebahn 08 in Aschaffenburg. Kurz vor dem Start gehen die zwei Piloten noch einmal ihre Checkliste durch, überprüfen, ob alle Vorkehrungen getroffen sind und das Flugzeug auf der richtigen Position steht. Schließlich ertönt das Freigabe-Kommando vom Tower: „Delta Golf Eco Romeo Bravo cleared fo take off“. Die Piloten erwidern es und heben ab. – Ganz vorsichtig und hochkonzentriert, denn für einen guten Steigflug müssen Winkel und Geschwindigkeit perfekt passen. Vor uns erstreckt sich die Weite des Horizonts. Bäume und Felder werden immer kleiner, während wir uns dem Himmel entgegenstrecken.

Die Piloten sind 14 und 13 Jahre alt. Und für einen kurzen Moment vergessen wir, dass wir nicht wirklich in einer Delta Golf Eco Romeo Bravo sitzen, sondern in einer gemütlichen Dachetage in Winden in der Pfalz. Dort steht der neue Flugsimulator des X2E High Tech Clubs. An diesem dürfen sich unsere Kids und Teens bald wie echte Piloten fühlen.