Teil 6: Von Waypoint zu Waypoint – Das Fliegen mit RNAV und GPS

Neben dem VOR ist es einem Piloten ebenfalls möglich, nach dem GPS, also dem Global Positioning System zu fliegen. Mit diesem System können Piloten an den jeweiligen Zielort fliegen, ohne auch nur ein einziges Mal aus dem Cockpit zu schauen. Wir kennen das GPS unter anderem auch von üblichen Navigationssystemen, welche teilweise im Auto oder in Smartphones zu finden sind.

Ein Navigationsverfahren, welches in der Luftfahrt speziell für Instrumentenflüge verwendet wird und auf dem GPS aufbaut, nennt sich Area Navigation, früher bekannt als Random Navigation (RNAV). Dieses Verfahren legt die gewünschte Route über festgelegte Wegpunkte fest, sodass man lediglich im jeweiligen Gerät innerhalb des Cockpits bestimmte Daten auswählen muss, um an das gewünschte Ziel zu kommen. Bei einem Flug nach RNAV fliegt man also von einem Wegpunkt zum nächsten, bis man sein Ziel erreicht hat. Der Sinn und Zweck hinter diesem Navigationsverfahren ist unter anderem eine effektive Luftraumnutzung durch die Waypoints, da somit direkt Luftstraßen angeflogen werden können und man effektiver sein Ziel erreicht.